Aktuell: 22. und 23. Dezember 2016 Doppelkonzert 'Veni Emanuel' mit dem Vokalquartett NINIWE im Cube 521 in Marnach/Luxemburg Video hier klicken.

Video: NO EXIT - Kunstperformance von Shahram Entekhabi und VOX NOSTRA zur Eröffnung der Operntage Rotterdam 2013 hier klicken.

VOX NOSTRA ist ein internationales und solistisch besetztes Ensemble aus Berlin, das sich unter der Leitung von Burkard Wehner auf die Vokalmusik des Mittelalters spezialisiert hat.

Aus Kompositionen der frühen europäischen Kulturzentren wie Klöstern, Kathedralen und Höfen gestaltet VOX NOSTRA sinnvoll zusammengestellte Konzertprogramme, die den Zuhörer in die archaischen Klangwelten des Mittelalters entführen. Im Gegensatz zu den heutigen Hörgewohnheiten in temperierter Stimmung zeichnen sich die Gesänge vor 1600 durch ihre besondere Klangästhetik reiner Intervalle aus, die auf dem alten pythagoräischen Tonsystem der Griechen beruht.

Das Singen aus den Originalhandschriften mit Neumen- und Modalnotationen gehört zur musikwissenschaftlich fundierten Arbeitsweise des Ensembles. Der menschliche Atem ist das Zeitmass für die textbasierten Gregorianischen Choräle der Benediktiner und der je eignenen Gesänge der Augustiner, Franziskaner, Dominikaner und der Zisterzienser, deren Zauber sich durch die reiche Verzierungskunst der Neumen und die unendlich scheinenden Melodiebögen entfaltet. Um den komplexen Zusammenklängen dieser Musik in Räumen mit adäquater Akustik entsprechende Wirkung zu verleihen, wird vom Ensemble ein obertonreicher Vokalklang bevorzugt.

Auftrittsorte des Ensembles sind Kathedralen, Dome und Kirchen, die historisch und akustisch mit den Gesängen korrelieren. Darüberhinaus experimentiert das Ensemble mit den klanglichen Möglichkeiten von Galerie-, Kongress-, Museums- und Industrieräumen. VOX NOSTRA setzt auch Kompositionen aus dem Bereich der Neuen Musik klanglich um, bei denen Vokalfarben und Mikrointervalle Verwendung finden.

Eine weitere Besonderheit von VOX NOSTRA ist die ortsspezifische Positionierung und Bewegung der Solistinnen und Solisten im Raum. Auf diese Weise wird die Musik optisch und akustisch - im Gegensatz zur Aufführungspraxis des 19. und 20. Jahrhunderts - neu erfahrbar gemacht, wobei das Ensemble auch auf traditionelle liturgische Rituale zurückgreift.